Wasserkocher oder Herdplatte: Wer verbraucht weniger Strom?

Kleinvieh macht auch Mist – aber deutlich weniger. Gleiches gilt für den Stromverbrauch von Elektrokleingeräten im Vergleich zu Großgeräten. Ein sparsamer Wasserkocher verbraucht beispielsweise bis zu 50 Prozent weniger Strom für das Erhitzen von der gleichen Menge Wasser als ein Elektroplatten-Herd. Selbst wenn bei der Nutzung des E-Herdes alles richtig gemacht wurde – passende Topfgröße für die Herdplatte auf einem modernen Ceranfeld und geschlossener Deckel – liegt die Ersparnis noch bei über 35 Prozent. Auch die Mikrowelle schneidet im Vergleich nicht wirklich besser ab. Nur Gas- oder Induktionsherde können mit dem Wasserkocher mithalten und benötigen ähnlich wenig Energie für das Erhitzen von Wasser. Wer also konsequent einen Wasserkocher statt Elektroherd oder Mikrowelle benutzt, spart Stromkosten und trägt zum Klimaschutz bei.

Strom sparen mit dem Wasserkocher

Wird der Wasserkocher eingeschaltet, erhitzt dieser neben der Wassermenge selbst nur wenig Material, wie beispielsweise das Gehäuse aus Plastik, Glas oder Metall. Die Hitze wird fast direkt an das Wasser abgegeben. Beim Herd wiederum wird zunächst die Herdplatte erwärmt, dann der Topf erhitzt und erst dann die Wärme an das Wasser abgegeben. Dadurch ist der Wasserkocher natürlich auch deutlich schneller als der Herd. Praktisch: Nach Erreichen des Siedepunktes schaltet sich der Wasserkocher automatisch ab. Dies bietet eine größere Sicherheit, da der Erwärmungsprozess nicht überwacht werden muss. 

Extratipp: Wasserkocher richtig entkalken und reinigen

Entkalken Sie Ihren Wasserkocher in regelmäßigen Abständen, denn das erhöht die Produktlebensdauer. Kalkablagerungen beeinträchtigen die Leistung des Wasserkochers, erhöhen dadurch den Stromverbrauch und können die Heizelemente beschädigen. Besonders einfach lassen sich Geräte mit verdeckten Heizelementen reinigen. Bei normaler Nutzung und normalem Härtegrad des Wassers empfiehlt es sich, den Kocher einmal alle drei Monate zu entkalken. Ist das Wasser kalkhaltiger, schadet es nicht, das Gerät auch öfter zu entkalken. Im Handel werden dazu verschiedene chemische Reinigungsmittel angeboten. Günstiger, umweltfreundlicher und genauso gut geht es aber auch mit Essig, Essigessenz oder Zitronensäure. 
 

Wasserkocher mit Essig oder Essigessenz entkalken: So geht’s!

Geben Sie Essig oder etwas Essigessenz in den Wasserkocher. Nun füllen Sie so viel Wasser hinzu, dass alle Kalkablagerungen im Wasserkocher bedeckt sind. Jetzt schalten Sie den Wasserkocher ein und brühen die Essig-Wasser-Mischung auf. Hat das Gemisch gekocht, spülen Sie den Wasserkocher gut aus und kochen Sie danach noch ein bis zwei Füllungen Wasser im Wasserkocher ab, damit sich der Essiggeruch verflüchtigt. Vorher können Sie auch noch die Ränder entkalken. Dazu geben Sie etwas Essig oder Essigessenz auf ein sauberes Tuch und wischen über die Kalkflecken und Kalkränder.
 

Energiespartipps für Wasserkocher

Wie bei allen Geräten ist die richtige Bedienung wichtig, damit nicht unnötig Strom verschwendet wird. Hier unsere Energiespartipps für Wasserkocher:

  • Füllen Sie den Wasserkocher nur mit der benötigten Menge Wasser. Dazu können Sie das Wasser einfach vorher in Tassen abfüllen und anschließend die richtige Menge in den Wasserkocher geben.
  • Hat Ihr Wasserkocher einen Temperatur-Regler, nutzen Sie diesen. Nicht immer ist kochendes Wasser nötig. Grüntee beispielsweise sollte als Daumenregel mit 60°C heißem Wasser aufgegossen werden.
  • Benötigen Sie größere Mengen Wasser, um beispielsweise Nudeln oder Kartoffeln zu kochen, sollten Sie dieses nicht vorher im Wasserkocher erhitzen und dann in den Topf schütten. Dadurch entstehen große Energieverluste. Erhitzen Sie daher das Wasser und die Lebensmittel direkt zusammen im Topf. Grundsätzlich gilt: Umso größer die Wassermenge ist, desto unbedeutender ist der Aufheizverlust von Topf und Herd.