Die besten Stromspartipps für Spülmaschinen

Deutsche Haushalte spülen pro Jahr rund 100 Milliarden Gedecke an Geschirr. Der Großteil davon nutzt zur Erledigung dieser eher lästigen Arbeit einen Geschirrspüler, denn laut Statistischem Bundesamt besitzen sieben von zehn Haushalten in Deutschland eine Spülmaschine. Grundsätzlich gilt, dass der Geschirrspüler weniger Wasser und Energie benötigt, als beim Abwaschen des Geschirrs von Hand verbraucht werden. Richtig genutzt und bedient schont Geschirrspülen in der Maschine also Energie, Wasser, spart Zeit und schont den Geldbeutel. Doch auch eine sparsame Spülmaschine kann nur so effizient arbeiten, wie sie benutzt wird. Durch Bedienfehler können Sie den Wasser- und Stromverbrauch von Geschirrspülern unnötig in die Höhe treiben. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir für Sie die wichtigsten Energiespar-Tipps zum Thema Geschirrspülen in der Maschine zusammengefasst. 
  

Geschirr nicht vorspülen

Immer wieder fragen sich Verbraucher: „Muss ich mein Geschirr per Hand vorspülen, bevor ich es in den Geschirrspüler einräume? Nein! Sie müssen Ihr Geschirr nicht erst unter warmem oder kaltem Wasser vorspülen. Damit das Geschirr in der Maschine richtig sauber wird, reicht es vollkommen aus, wenn Sie grobe Speisereste vor dem Einräumen in die Maschine im Müll entsorgen. 

Einige wenige Ausnahmen gibt es aber, was das Spülen von Hand betrifft. Geschirrteile aus Holz, Kunststoff, Zinn, Kupfer und Aluminium sowie Geschirr mit Goldrand sind empfindlich und für den maschinellen Spülvorgang nicht geeignet. Diese sollten Sie aufgrund ihrer Eigenschaften generell mit der Hand spülen. 
  

Das richtige Spülmaschinen-Programm wählen

Passen Sie das Spülprogramm immer an die Art des zu spülenden Geschirrs und den Verschmutzungsgrad an. Dadurch können Sie Ihren Energie- und Wasserverbrauch kontrollieren und optimieren. Meist reicht das sogenannte Energiesparprogramm (Eco-Taste) für normale Verschmutzungen vollkommen aus. Die Energiesparprogramme benötigen zwar etwas mehr Zeit, sparen dafür aber Strom, Wasser und Geld.

Bei leicht- oder wenig verschmutztem Geschirr reicht ein Schnellprogramm oder Feinspülprogramm aus. Hier profitieren Ihr Geldbeutel und die Umwelt von der niedrigeren Reinigungstemperatur und kürzeren Reinigungsdauer. 

Um Fettablagerungen in der Maschine zu vermeiden, raten wir Ihnen, einmal im Monat bei einem Programm mit mindestens 65 Grad Celsius zu waschen. 
  

Spülmaschine nur anschalten, wenn sie voll beladen ist

Nutzen Sie den vorhandenen Platz in Ihrem Geschirrspüler optimal aus und schalten Sie Ihre Spülmaschine erst dann ein, wenn sie auch wirklich voll beladen ist. Achten Sie beim Einräumen jedoch darauf, dass alle Flächen des Geschirrs gut von den Wasserstrahlen getroffen werden können. Einzelne Geschirrteile sollten sich beispielsweise nicht gegenseitig verdecken. 

Sie möchten übers Wochenende verreisen und die Spülmaschine wird einfach nicht voll? Damit der Schmutz nicht antrocknet oder sich unangenehmer Geruch bildet, sollten Sie die Maschine dennoch anschalten. Einige Geräte bieten Ihnen für solche Fälle die Zusatzoption „Halbe Beladung“. Diese spart immerhin 10 bis 20 Prozent an Strom und Wasser. Achten Sie auch darauf, dass Sie das Gerät nach Programmende nicht unnötig im Standby-Modus halten und so weiter Energie verbrauchen.
  

Den richtigen Reiniger für den Geschirrspüler nutzen

Bei den Reinigungs- und Spülmitteln haben Sie die Wahl zwischen Pulver, Gel oder Tabs. Die Dosierung des Reinigungsmittels hängt von der Verschmutzung des Geschirrs ab. Bei Pulver und Gel können Sie die Dosierung je nach Geschirrmenge und Verschmutzung selbst variieren. Darüber hinaus sind Spülmittel in Pulverform meist kostengünstiger als Gel oder Tabs. Multireinigungstaps sind einfach zu handhaben. Im Handel sind meist diese drei Varianten erhältlich: 2in1-Taps mit zusätzlichem Klarspüler, 3in1-Taps mit Klarspüler und Enthärter-Salz oder 4in1-Taps mit Reinigungsmittel, Klarspüler, Enthärtersalz und unterschiedlichsten Zusatzreinigern, wie beispielsweise Glasschutz oder Edelstahlglanz. 
  

Härtgrad beim Geschirrspüler einstellen

Um die optimale Reinigungswirkung Ihres Geschirrspülers zu erzielen, sollten Sie den Härtgrad des Wassers bei der Spülmaschine einstellen und das Spülmaschinensalz im entsprechenden Vorratsbehälter regelmäßig auffüllen. Wenn Sie den falschen Härtegrad in der Spülmaschine einstellen, verbraucht Ihre Maschine entweder zu viel Salz oder zu wenig Salz, was zu einer schlechteren Reinigung führen kann. Informationen zum Härtegrad Ihres Wassers finden Sie auf der Webseite Ihres Wasserversorgers. 
  

Lohnt es sich den Geschirrspüler an das Warmwasser anzuschließen? 

Da die am Markt verfügbaren Spülmaschinen meist nur einen Wasseranschluss haben, werden durch den Anschluss an die Warmwasserversorgung alle vier Spülgänge mit warmem Wasser durchgeführt, obwohl dies eigentlich nur bei zwei Spülgängen (Haupt- und Klarspülgang) nötig wäre. Ob sich dennoch der Warmwasseranschluss für den Geschirrspüler lohnt, hängt vor allem vom Energieträger ab, mit dem in Ihrem Haushalt das warme Wasser erzeugt wird. Wenn Ihre Warmwasseraufbereitung durch regenerative Energien (beispielsweise Solarenergie, Holzpellets oder Wärmepumpen) erfolgt, kann sich aufgrund der niedrigen Betriebskosten ein Warmwasseranschluss an Ihre Spülmaschine trotzdem lohnen.